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Unsere Anfänge mit SPS
Der ursprüngliche Bericht über Auswahl und Programmierung von Steuerungen.
Wie ein Elektroplaner zur SPS-Programmierung kommt, liegt nahe. SPS sind wirtschaftlich und bieten einen wichtigen Vorteil: Fehler im Steuerungsentwurf lassen sich selbst korrigieren, ohne die Schaltungsdokumentation neu zu erstellen. Und eine SPS im Schaltschrank einzuplanen, ohne sie zu programmieren, ergibt natürlich keinen Sinn.
Die Frage war, womit man anfangen sollte. 1996 verglich ich Lösungen für den unteren Leistungsbereich. Größere Aufträge waren kaum zu erwarten, da spezialisierte Softwarefirmen diesen Markt betreuten. Die Programmiersoftware sollte möglichst kostenlos und die SPS preislich wettbewerbsfähig sein. Diese Anforderungen erfüllte damals Schneiders TSX nano mit ausreichenden 48 Ein- und Ausgängen.
Bis 2002 reichte das aus. Dann wertete ich unsere Erfahrungen aus und verglich die Anbieter erneut. Die Anforderungen blieben: kostenlose Entwicklungssoftware und OPC-Server für die PC-Anbindung, Vernetzung ausreichend vieler SPS und integrierte PID-Regelung. Mein Sohn hatte inzwischen Mobil-Servis gegründet; deshalb sollten die neuen SPS auch Kommunikationsaufgaben ermöglichen. Klar war, dass wir am besten Folgendes anbieten sollten
Gesamtlösungen:
- Entwurf der Lösung
- Ausführungsplanung für Starkstrom sowie Mess- und Regeltechnik
- Programmierung der SPS einschließlich Bedienanzeige nach Kundenanforderungen
- Programmierung der Fernsteuerung über GSM oder Festnetz
- SCADA-Programmierung zur Überwachung und Bedienung der gesamten Anlage von einem PC oder PC-Netz aus
Wir entschieden uns für UNITRONICS aus Israel. Die Geräte verbinden SPS und Bedienanzeige (OPLC = Operating Panel + Programmable Logic Controller). Sie waren preisgünstig und angenehm zu programmieren. Ein Gerät konnte 64–158 Ein- und Ausgänge anbinden; bis zu 64 Einheiten ließen sich über CANbus vernetzen, im beschriebenen Ausbau insgesamt 4096 E/A. Zum damaligen Angebot gehörten M90, M91, Vision120, Vision230, Vision260, Vision280 und Vision290.
Ein wesentlicher Vorteil war die kostenlose, vollständige Software zur Nutzung der Hardware: U90 Ladder für M90/91 und VisiLogic für Vision. Für beide Reihen stand UniOPC zur Verbindung mit SCADA bereit. Der OPC-Server unterstützte serielle Verbindungen (COM1), TCP/IP oder UDP/IP sowie GPRS für entfernte SPS.
Ein weiterer Vorteil war der zuverlässige Betrieb über Telefonverbindungen. Mit RemoteAccess konnte man die SPS über Festnetz oder GSM beobachten und bei Bedarf das Programm ändern. Integrierte SMS-Funktionen ermöglichten Meldungen und Fernbedienung. Der Nutzer konnte die SPS vom heimischen PC bedienen, als stünde er direkt davor. Der geringe Stromverbrauch eignete sich auch zur Überwachung von Objekten ohne Netzanschluss, mit Bewegungsmeldern und SMS-Kommunikation rund um die Uhr.
Für die laufende Wartung konnten vorhandene Elektroinstandhalter geschult werden, da die Software weitgehend den ihnen vertrauten Stromlaufplänen entspricht.
